Atemtherapie

Physiotherapie bei COPD bei Erwachsenen und Kindern

Die Hauptprobleme bei COPD sind Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten bei der Aus- und Einatmung, (Reiz-) Husten und Hustenanfälle, fest sitzendes Bronchialsekret, Atemnot und Ängste. Diese Probleme sind nicht unerhebliche und bedeuten für den Betroffenen meist Einschränkungen im täglichen Leben. Wie kann die Physiotherapie helfen? In der speziellen Atemphysiotherapie werden Atemtechniken erarbeitet, die z.B. die Atmung erleichtern und zur Entlastung vom Brustkorb führen. Eine verbesserte Ein- und vor allem Ausatmung werden erarbeitet. Husten, Hustenreizunterdrückung und das gezielte Abhusten von Bronchialsekret (Autogene Drainage) werden erarbeitet und geübt. Mittels verschiedener Techniken wird der Brustkorb mobilisiert und auch verspanntes Gewebe und Muskulatur gelöst. Inhalationstechniken zur Optimierung der Medikamenteneinnahme werden erarbeitet. Über verschiedene Entspannungstechniken lernen die Betroffenen Ängste abzubauen und persönliche Grenzen kennen zu lernen. Individuelle Übungsprogramme verbessern Kondition und führen so zum Sport (Lungensport) hin.

Physiotherapie bei Mukoviszidose bei Erwachsenen und Kindern.

Die Cystische Fibrose (CF) ist gekennzeichnet durch eine zunehmende obstruktive und restriktive Ventilationsstörung. Im Leben eines CF-Patienten spielt die Physiotherapie eine wichtige Rolle. Sie gehört zu den wesentlichen Rollen der Therapie, und sie soll lebenslang täglich durchgeführt werden. Die Physiotherapie ist sehr zeitaufwändig und sie erfordert Ruhe und Konzentration. Die meisten Kinder machen mindestens einmal am Tag Physiotherapie suchen alle ein bis zwei Wochen eine Physiotherapeutin zur Supervision auf. Im Vordergrund der Physiotherapie steht die Behandlung der gestörten Atemmechanik und deren Prophylaxe. Die wichtigsten Ziele der Physiotherapie bei CF sind die Sekretelimination, dieErhaltung der Thoraxbeweglichkeit sowie die Dehnung, Entspannung und Kräftigung der Atemmuskulatur durch entsprechend geeignete Techniken. Weitere Aufgaben sind Atemschulung, Thoraxmobilisation und Techniken zur Verbesserung der Lungenfunktion einschließlich körperlicher Aktivität. Physiotherapie bei CF wird altersspezifisch durchgeführt. Im ersten Lebensjahr werden Kind und Eltern behutsam an die Physiotherapieherangeführt. Die sichere Diagnose und ausführliche Aufklärung der Eltern durch den behandelnden CF-Arzt stellen die Voraussetzung für den Beginn der Physiotherapie. Es gibt kein standardisiertes Vorgehen, sondern es bedarf der Kompetenz der Physiotherapeutin, das Konzept an den individuellen Patienten anzupassen. Dabei muss der Gesundheitszustand des Kindes ebenso berücksichtigt werden wie seine Vorliebe gegenüber der einen oder anderen Methode.

Asthma bei Kindern

Bei Kindern ist Asthma die häufigste chronische Erkrankungüberhaupt. Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, bei der die Schleimhäute der Bronchien dauerhaft entzündet sind. Typische Asthma-Beschwerden sind Luftnot, Husten und Atemgeräusche wie Giemen oder Pfeifen. Die Symptome können anfallsartig und unterschiedlich stark auftreten. Das Beschwerdebildhängt bei Kindern sehr strak von den Auslösern und vom Lebensaltter ab. Dabei können sich die Auslöser verändern, wenn das Kind älter wird. Bei einem Kleinkind äußert sich Asthma oft völlig anders als bei einem Jugendlichen – obwohl beide an derselben Krankheit leiden. Man spricht von unterschiedlichen Asthma-Formen oder Phänotypen. Die Ursache der Beschwerden bleibt aber immer die gleiche: eine chronische Entzündung in den Atemwegen. Asthma ist sehr weit verbreitet. Bei Kindern ist Asthma die häufigste chronische Erkrankung. Etwa 10 % aller Kinder haben Asthma. In zwei von zehn Fällen macht sich die Erkrankung bereits vor dem fünften Lebensjahr erstmals bemerkbar. Asthma kann in jedem Alter auftreten: beim Säugling, beim Teenager, aber auch beim Erwachsenen.